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Die Grenze von „Unlimited“: freenet FUNK kündigt Unlimited-Tarife von Heavy Usern

Der »Phönix-aus-der-Asche«-Tarif-Novize freenet FUNK kündigt derzeit einigen Nutzer(innen) den freenet FUNK Unlimited-Tarif − darauf weisen Forenbesucher hin. Zur Erinnerung: Die Tarif-Neuheit (und -Sensation) ermöglichte die Buchung einer Unlimited-Flat zum Tagespreis von 99 Cent im Telefónica-Netz (und nur im Inland). Einen Kündigungsgrund gibt es zwar nicht, aber aus Foreneinträgen lässt sich erahnen, worauf die Kündigung durch den Provider zurückzuführen ist.

Selten kommt es vor, dass Provider ihren Nutzer(inne)n den Mobilfunktarif kündigen. Denn der Kampf um Mobilfunkteilnehmer(innen) ist ja beträchtlich, wie immer wieder krasse Neukunden-Aktionen für Mobilfunkangebote (vor allem zum Monats- oder Quartalsende) zeigen. Niemand gibt freiwillig Kunden auf und kündigt diesen, meist ist es doch anders herum. So meint man wenigstens.

freenet FUNK kündigt Heavy Unlimited-Usern

Aktuell geht eine kleine Kündigungswelle für den freenet FUNK Unlimited App-Tarif, der erst im Frühjahr überraschend gestartet wurde, um. So berichten es User sowohl in Kommentaren zu freenet FUNK auf HandyRaketen.de oder aber MyDealz in einer größer angelegten Forumsdebatte.

»Hallo [Name], wir kündigen Dir zum Ende des heutigen Kalendertages Deinen freenet FUNK Vertrag.«

Doch woran liegt es, dass einige Nutzer(innen) eine eher seltene Kündigung seitens des Anbieters erhalten?

Was ist der Kündigungsgrund bei freenet FUNK?

Auch wenn kein konkreter Kündigungsgrund aufkommt, so wird aus den Kommentaren deutlich: Bei exzessiver Nutzung (gemeint ist ein hoher Datenverbrauch) zieht freenet FUNK aktuell augenscheinlich die Reißleine. Und das auch ganz schnell, denn die Kündigungsfrist von einem Tag gilt ja schließlich in beide Richtungen, was man nicht vergessen sollte.

Konkret ist hier bei einigen von 500 GB Datenverbrauch pro Monat die Rede − für einen extremen Billigtarif, wie es freenet FUNK darstellt, ist das Maß also zu voll, zumindest bei einem Tagespreis von 99 Cent!

Ob es allein an der Höhe des Datenvolumens liegt oder aber an der Art der Nutzung (bspw. ein durch Tethering an mehrere Nutzer(innnen) verteilter Datenverbrauch, z.B. über einen MiFi-Router), lässt sich dabei nicht feststellen. Meist dürfte es sich um eine Kombination von Nutzungsart und Nutzungshöhe handeln.

Spannend ist in dem Zusammenhang auch der AGB-Passus 5.8:

»Der mobile Internetzugang kann/darf nur mit Smartphones, Tablets oder sonstigen Geräten genutzt werden, die eine mobile Nutzung unabhängig von einem permanenten kabelgebundenen Stromanschluss ermöglichen (nicht z.B. in stationären LTE-Routern).«

Klar sollte aber sein: Wer seinen Unlimited-Tarif wirklich völlig ohne Grenze nutzt, dem wird von freenet FUNK wohl über kurz oder lang gekündigt.

freenet FUNK Unlimited Mobilfunktarif kann kein DSL-Ersatz sein

Der als »DSL-Ersatz« gehandelte nationale Mobilfunktarif dürfte damit für diese Nutzungsabsicht erst einmal ad acta gelegt werden. Ungeachtet der Tatsache, dass mehrere Hundert Gigabyte LTE-Datenvolumen zu verbrauchen schon als »Internet-Sucht« anzusehen ist und auf mich leicht pathologisch wirkt, sollte damit auch das klare Signal sein: Ganz so »unlimited« und ohne Grenzen geht es auch bei einem »Unlimited-Tarif« nicht. Jedenfalls nicht bei Billigangeboten, wie es freenet FUNK darstellt.

Die Fragestellung, die sich daraus gibt, lautet: Bei wie viel Datenvolumen ist das Limit für Unlimited erreicht? Was heißt Fair Use?

1 Gedanke zu „Die Grenze von „Unlimited“: freenet FUNK kündigt Unlimited-Tarife von Heavy Usern“

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